Autismus Spektrum Syndrom - ASS

In überdurchschnittlich hohem Ausmaß wird in dieser Indikation heute die ABA-Therapie propagiert. Dahinter steht, von den amerikanischen Privatuniversität Princeton ausgehend, ein machtvolles Netzwerk mit beinharten finanziellen Interessen. Die Investitionen zur Verbreitung dieses durchaus interessanten Therapiekonzeptes sind enorm ebenso wie die Behandlungskosten von etwa 20.000.-€ (Quelle:"Die Zeit" 2017) jährlich. Auch Steuergelder aus der EU werden zum Nutzen der Princeton University ausgegeben. 

In Fachkreisen ist allerdings die erste Begeisterung verebbt, weil die Zahl an Therapieversagern doch höher ist, als zunächst zugegeben, und es nicht uneingeschränkt Verständnis dafür gibt, eine Methode, die für Kinder entwickelt wurde, nun einfach (mit limitiertem Erfolg) an Erwachsenen einzusetzen.

Es lohnt sich, offizielle Werbetexte zu ABA mit dem zu vergleichen, was denn die MTG-Therapie bieten kann.

  • Möglichst früher Beginn - Nun, das ist bei allen Therapien und allen Krankeiten der Welt so, dass man möglichst früh mit der Behandlung beginnen sollte. Das steht in keiner spezifischen Beziehung zu einer bestimmten Therapie
  • Individuell auf das Kind/die Person zugeschnittene, strukturierte Förderprogramme -   das individuell abgestimmte Therapiemanagement ist in der MTG-Therapie schon immer eine der Grundlagen des Erfolges
  • Zu lernende Inhalte werden in einfache Lernelemente zergliedert und schrittweise erarbeitet Bei Kindern mit ASS ist zunächst einmal herauszufinden, WAS dieses Kind denn in der Lage ist, zu lernen. Die Beobachtung der Interaktion mit verschiedenen Tieren in unterschiedlichen therapeutischen Settings hilft sehr stark, auf non-verbaler Ebene dazu Informationen zu bekommen
  • Aufbau von Motivationssystemen (Neugier/Interesse wecken, Beziehung/Mitarbeit aufbauen/fördern) - Ob TIer oder Mensch, wir lernen in der Regel, indem unserer Neugierde an geweckt wird. Was die Förderung von Beziehung begrifft, ist die MTG-Therapie durch die direkte Interaktion mit echten, unmanipulierten Sozialpartnern - sozialen Sparringpartnern - allen anderen Ansätzen deutlich überlegen, da das soziale Lernen nicht anhand von gestellten Situationen, sondern real und in Echtzeit erfolgt. "Erlerntes" muss daher nicht nachher erst mühsam in die "Realität" übertragen werden.   
  • Interesse & Spaß am Lernen sowie an der Interaktion –> positive (soziale) Erfahrungen! - "Positive soziale Erfahrungen und Bestätigung richtigen Sozialverhaltens", das ist definitiv eines der Kernziele in der Behandlung einer ASS. Im spielerischen Umgang mit den Tieren wird inder MTG-Therapie exakt das erlebt. Auf falsches Sozialverhalten geben Tiere natürlich nicht die gewünschte, sondern eine andere Antwort. Der Lernprozess ist sehr klar, einfach und direkt.
  • Förderung der Selbständigkeit / selbstbestimmtes Handeln - Der Umgang mit Tieren kann nur selbständig erfolgen und nicht durch einen Stellvertreter...
  • Generalisierung (systematisches Anwenden der erlernten Fertigkeiten in Kindergarten, Schule, Arbeit, Zuhause, Freizeit etc.) - das entfällt in der MTG-Therapie, denn das positiv Erlebte und Erlernte wurde bereits in der Realität bestätigt und muss nicht mühsam aus der Therapie-Situation in die "Wirklichkeit" übertragen werden.
  • Einbeziehung der Eltern als Co-Therapeuten - das ist schon insofern von Bedeutung als die Beobachtung der Interaktion mit den Tieren einen Wissenszuwachs bezüglich der individuellen Befindlichkeit des Betroffenen ermöglicht 
  • Intensiv gefördert wird:
  1. Selbstbestimmtes Handeln - unbedingt, denn der soziale Umgang mit den Tieren erfordert dies
  2. Imitationsverhalten - spielt in der MTG-Therapie keine Rolle, da Erkenntnisse erarbeitet werden nicht kopiert
  3. Erhöhung der Aufmerksamkeit "auch in sozialen Situationen" -  In der Regele gelingt das mittels der Tiere ganz besonders gut bis sehr gut.
  4. Sprache/Kommunikation -  Konkret ist zu sagen, dass der gezielte Umgang mit Tieren ein erhebliches Maß an Kommunikationskontrolle erfordert, insbesondere auf dem höchst wichtigen Gebiet der non-verbalen Kommunikation. Die einseitige Konzentration auf die Sprache schwächt die Qualität des individuellen Kommunikationscocktails.
  5. Sozialverhalten - das ist letztlich der Grund, warum wir therapeutisch tätig werden und damit Kerninhalt der Behandlungsbemühungen. Das direkte Feedback der Tiere in Echtzeit ist als Lernkonzept allen anderen Methoden überlegen.
  6. Spielverhalten  - nun einen andern Zugang als über das Spiel wird eine intelligente Therapie wohl nicht nehmen. 
  7. Motorik - motorische Fähigkeiten verbessert man durch Training/Bewegung, eine Domäne der MTG-Therapie
  8. "Theory of Mind" - hinter dieser kryptischen, kulturfremden Formulierung steckt vermutlich der Ansatz, die Betroffenen mögen erahnen, was "in den Köpfen der anderen" vorgeht. Hoch wünschenswert und nur in der sozialen Interaktion mit Tieren beurteilbar, da diese keinen Verhaltensbias haben.
Interessant wird es freilich, wenn dann plötzlich neben ASS auch "kognitive Beeinträchtigung", "Kommunikationsbeeinträchtigung" und "genetische Störungsbilder" (angeführt wird Down-Syndrom) als Anwendungsgebiete auftauchen. Wieder sind sehr allgemeine Formulierungen dabei...

Ähnlich überraschend dann die Ausweitung auf Erwachsene mit ASS - Indikationsmarketing nennt  man das in der Pharmaindustrie. Ein Schachzug, der immer dann gewählt wird, wenn man glaubt, ein Medikament ist ausreichend gut etabliert, dass man finanziell einträgliche  "Nebenschauplätze" einbeziehen sollte. Exakt so arbeiten Amerikanische Universitäten - wie Pharmakonzerne, die ja auch ihre wichtigsten Geldgeber sind.


Einmal anders herum - Folgendes bietet hier die MTG-Therapie

  • Nutzung / Steigerung des Spielverhaltens
  • Stimuli wiederholt angeboten
  • schrittweise Erweiterung des „Schwierigkeitsgrades“
  • stark kommunikationsfördernd
  • Hebung der sozialen Kompetenz
  • adaptive Verhaltensweisen werden aufgebaut/verstärkt
  • Hohe Intensität als „Stoßtherapie“ möglich / Therapieurlaub
  • Belohnung ergibt sich aus der positiven „Rückmeldung“ des Therapietieres in der gemeinsamen Bewältigung der Aufgaben
  • Vor allem aber ist die MTG-Therapie die einzige Therapie mit einem unabhängigen Sozialpartner = Tier


Autismus zählt zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen und offenbart sich nicht als klar umrissenes Krankheitsbild, sondern kann sehr unterschiedliche Erscheinungsformen aufweisen.

Heute spricht man wegen der enormen Komplexität von der Autismus-Spektrum-Störung (ASS). Blickt man kurz zurück, ist „Autismus“ eine ursprünglich „Österreichische“ Erkrankung. Leo Kanner, geborener Österreicher, späterer preußischer Staatsbürger und ausgewanderter Begründer der Kinder/Jugendspsychiatrie in den USA beschrieb 1943 erstmals „Autistic disturbances of affective contact“, gefolgt von Hans Asperger mit „Die autistischen Psychopathen im Kindesalter“.

Alarmierend: die Zahl der Autismus-Diagnosen steigt geradezu explosionsartig und Betroffene sind ggf. länger in der Obhut der Erwachsenenpsychiatrie als in den Händen der Kinder/Jugendpsychiater.

Seit 2000 ist ein stetiger steiler Anstieg der Häufigkeit feststellbar mit einer Häufigkeit von bis zu 116/100.000, verursacht durch veränderte Diagnosekriterien, verbesserte Diagnostik und erhöhte Sensibilisierung der Pädiatrie. Aber auch das höhere elterliche Zeugungsalter und Umweltfaktoren wie die Einnahme von Medikamenten in der Schwangerschaft werden dafür mit verantwortlich gemacht.


Es  gelten folgende diagnostische Kriterien:

  • Qualitative Beeinträchtigung in der sozialen Interaktion

    • Eingeschränkter Blickkontakt

    • Wenig Mimik & Gestik

    • Wenig soziales Lächeln

    • Unangemessene soziale Annäherung

    • Unangemessene soziale Reaktionen

    • Kann nicht trösten

  • Repetitives, restriktives & stereotypes Verhalten


Kinder mit ASS orientieren sich nicht an Mimik, sondern an nicht-sozialen Kontingenzen (zB audivisuelle Synchronizität). Licht und Tonreize etwa werden aufmerksamer erlebt als soziale Signale. Sie haben als Kleinkinder durchschnittlich ein höheres Gehirnvolumen - vor allem im Frontalbereich – kombiniert mit einer metabolischen Unterfunktion. Etwa ab dem 5. Lebensjahr kehrt sich das in eine fronto-temporale Wachstumsverzögerung um.

Es kommt zu typischen Störungen der Konnektivität mit einer Herabsetzung der Verarbeitung komplexer Informationen wie etwa sozialer Vorgänge sowie einer verstärkten lokalen Detailverabeitung mit Überbetonung spezifischer Einzelheiten.

Die Heterabilität liegt bei 70-90%, wobei das genetische Risiko assoziiert ist mit subklinischer ASS-Symptomatik und dem klinisch Phänotyp der ASS. Selbst gesunde Geschwister zeigen soziale Defizite.

Das Problem für ein ASS im Erwachsenenalter besteht vor allem darin, dass es keinerlei valide klinisch Meßinstrumente gibt. In der Therapie zeigen verhaltenstherapeutische Maßnahmen die beste Effizienz. Psychopharmaka sind nur in der Behebung komorbider Störungen hilfreich – nicht aber bezüglich der Kernsymptomatik. Idealerweise würde eine konsequente Frühförderung – bereits ab dem 2-3. Lebensjahr - die besten Ergebnisse bringen.


Die Störung kann sich bereits in der Kindheit - Maximalvariante frühkindlicher Autismus - manifestieren und betrifft im Wesentlichen folgende Bereiche:

  • Soziale Beziehungen
  • Soziale Kommunikation
  • Soziales Verständnis bzw. soziale Vorstellungsfähigkeit


Was ist Autismus?

Was hinter dem Autismus steckt, ist weitgehend ungeklärt. Es wurden verschiedene Theorien entwickelt. Möglicherweise handelt es sich um die Folge einer nicht näher definierbaren Gehirndysfunktion, die auf dem Hintergrund einer genetischen Prädisposition auftritt. (Wolff 1998) Die Störung ist unabhängig von intellektuellen, sozio-ökonomische oder ethnischen Faktoren. Buben sind 4x häufiger betroffen als Mädchen. Die Häufigkeit hängt von den jeweiligen Definitionskriterien ab und wird mit bis zu 40 je 10.000 Kinder geschätzt.

Wie entsteht Autismus?

Zu den tatsächlichen Entstehungsmechanismen sind viele Theorien entwickelt worden, zahlreiche Untersuchungen wurden auf verschiedenen Ebenen durchgeführt. Da es sich um eine Entwicklungsstörung handelt, geht man von einer hirnorganischen Komponente aus und könnte damit in die Kategorie der neurologischen Störungen eingereiht werden.

Statistisch findet man in den Familien der Betroffenen gehäuft Menschen mit Sprachstörungen, Lernschwierigkeiten und kognitiven Beeinträchtigungen. Andererseits weisen Betroffene zu ca. 50% so genannte „Inselbegabungen“ auf. Das heißt, sie sind auf einem bestimmten Gebiet weit überdurchschnittlich kompetent. Zusammengefasst handelt es sich um eine derzeit nicht näher definierbare Entwicklungsstörung des Gehirns von der in Österreich rund 48.500 Kinder betroffen sind (www.autistenhilfe.at)


Wie erkenne ich Autismus?

Die Diagnose erfolgt meist innerhalb der (frühen) Kindheit. Es fällt ein gestörtes Sprach- und Bewegungsverhalten auf. Ferner zeigt sich „Kontaktarmut“ bis hin zur sozialen Isolation und ein „Nichtverstehen und Akzeptieren“ der äußeren Einflüsse.

Im Detail zeigt sich folgendes Bild:

  • Qualitative Auffälligkeiten der gegenseitigen sozialen Interaktion in Form von fehlender sozialer und emotionaler Gegenseitigkeit. Das heißt, die Kinder können sich in die Gefühle anderer Menschen nur schwer hineindenken und sie daher nicht gut nachvollziehen. Dadurch können sie das eigene kommunikative und emotionale Verhalten kann nur schwer auf die soziale Situation einstellen.
  • Qualitative Auffälligkeiten der verbalen und non-verbalen Kommunikation
  • Eingeschränkte, sich wiederholende und stereotype Verhaltensmuster, Interessen und Aktivitäten.


Weitere Kriterien:

  • Eine auffällige und beeinträchtigte Entwicklung bereits vor der dritten Lebensjahr (häufig Verzögerungen der Sprachentwicklung oder Ausbleiben von Sprache)
  • Das klinische Erscheinungsbild kann nicht einer anderen tiefgreifenden Entwicklungsstörung oder einer anderen psychischen Störung zugeordnet werden. (Ausschlussdiagnose)
  • Die Umwelt wird anders wahrgenommen. Wie bei einem Filterdefekt werden normal laute Geräusche als extrem störend erlebt. Wnzige Details, die sonst niemand sieht, werden wahrgenommen.



Wie erfolgt die Diagnose des Autismus?

Sie erfolgt durch einen Facharzt für Kinder/Jugendpsychiatrie, um das Störungsbild von ähnlichen Störungen abzugrenzen. Eine exakte Psychodiagnostik mit standartisierten Untersuchungsinstrumenten stellt im Diagnoseprozess einen wesentlichen Baustein in der ganzheitlichen Erfassung der Symptomatik und Diagnosestellung dar. Folgende andere Störungen müssen ausgeschlossen werden: Intelligenzminderung ohne Autismus, expressive, rezeptive Sprachstörungen und Landau-Kleffner–Syndrom, Deprivation, frühkindlichen Schizophrenie, Mutismus, Bindungsstörungen, Angststörungen und andere wie ADHS.


Was tun bei Autismus?

Wesentlich ist die möglichst frühe Diagnose. Die Behandlung folgt einem so genannten multimodalen Konzept. Das heißt, es stützt sich auf unterschiedliche Maßnahmen, vorwiegend verhaltenstherapeutisch-psychoedukativer Zielrichtung

Das Behandlungsspektrum umfasst verschiedene therapeutische Verfahren zur aktiven Veränderung von Verhaltensstereotypien und zum Aufbau von Kompetenzen. Die Schwerpunkte liegen dabei in der Kommunikationsförderung (Sprachaufbau, Bild- und Symbolkommunikation, Gebärdensprache, etc.), der Verbesserung des Sozialverhaltens, der Spielförderung, der Wahrnehmungsförderung, der Erweiterung der Handlungskompetenzen sowie der Bearbeitung sekundärer Verhaltensprobleme.

Beispiele für derartige Therapien sind: Verhaltenstherapie, sensorische Integrationstherapie, geführte Interaktionstherapie, lernpsychologisch systemorientierte Methoden oder kreative Verfahren. Am bsten evaluiert sind edukative Ansätze wie TEACCH („Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped Children“) oder ABA( „Applied behaviour Analysis“).

Ein in Österreich noch junger Ansatz ist der Einsatz der MTG-Therapie (entwickelt am Österreichischen Institut für tiergestützte Medizin und Forschung), die besonders gute Erfolge auf dem Sektor der Verbesserung der Sozialkompetenz für sich in Anspruch nehmen darf.

Hier ist anzumerken, dass diese Therapie auch bei zahlreichen anderen Störungen erfolgreich eingesetzt wird und per se nicht Autismus-spezifisch ist. Als einzige jedoch bietet sie tatsächliche soziale Interaktion und den damit verbundenen soziotherapeutischen Trainingseffekt.

Je nach Schweregrad besonders belastender Symptome wie Autoaggression, explosiver Aggressivität oder Hyperaktivität kommen auch Psychopharmaka zu Einsatz. Eine Medikation dient allerdings lediglich der Eindämmung von Auffälligkeiten. Zum Einsatz kommen je nach Situation moderne Neuroleptika, Stimulantien und Antidepressiva.



Wie kann ich Autismus vorbeugen?

Die Vorbeugung gegen eine Entwicklungsstörung ist nicht möglich. Ansätze im Bereich von Ernährung und Diätetik existieren, haben aber keine präventive Bedeutung.


Wie verläuft Autismus?

Wie sich eine autistische Störung entwickelt, kann man nicht exakt vorhersagen. Generell hängt viel vom Schweregrad der Entwicklungsstörung und möglichen Begleitstörungen ab. Wichtig ist, dass die Störung früh erkannt und die Betroffenen entsprechend behandelt und intensiv gefördert werden. 

Die Symptome der Krankheit sehen in den verschiedenen Altersstufen unterschiedlich aus, in der Kindheit sind sie meist am stärksten ausgeprägt. Im Vorschulalter zeigt sich häufig das volle Spektrum der Störung. Im Schulalter mildert sich häufig die Symptomausprägung. Im Jugendalter und im frühen Erwachsenenalter erreichen etwa die Hälfte der Betroffenen eine deutliche Verhaltensbesserung, während die Störung bei anderen stagniert oder sich die Symptome wieder verstärken.

Einige Patienten können mit ambulanter Hilfe gut in die Familie integriert werden, eine/n normale/n Kindergarten bzw. Schule besuchen, evtl. eine Berufsausbildung absolvieren und relativ viele Dinge im Alltag allein verrichten. Bei anderen Betroffenen wiederum ist die Störung so ausgeprägt und die Selbstverletzungsgefahr so groß, dass die Patienten in einer betreuten Wohnform besser aufgehoben sind als zu Hause und dort auch optimal gefördert werden.


Wann sollte ich einen Arzt bei Autismus aufsuchen?

Auch, wenn Sie sich nicht sicher sind! Sobald ein Kind eines oder mehrere der oben angeführten Entwicklungsstörungen zeigt und dadurch in seiner alterstypischen Entwicklung eingeschränkt ist..

Weitere Informationen:

  • www.autismus1.de
  • www.neurologen-und-psychiater-im-netz.de
  • „Das Handbuch des Autismus“, M.Aarons, T.Gittens, 3. Auflage 2010, Beltz-Verlag


Einige persönliche Anmerkungen

Abgesehen von alle diese klugen Worten erlebe ich viele meiner Autismus-Patienten vor allem als Menschen mit einer eben etwas anderen Form der Persönlichkeit.

Zumindest die meisten, denn ein Kind mit frühkindlichem Autismus etwa beeindruckt als dermaßen schwer krank, dass  man bei der ersten Begegnung für einen kurzen Moment vielleicht sogar erschrickt.

Es ist wichtig, dass die Betroffenen erlerenen, wie sie funktionieren und für ihr Leben den goldenen Mittelweg finden, zwischen dem Suchen etwa nach einem geeigenten Beruf/Arbeitsplatz und dem Erlernen notwendiger sozialer Fähigkeiten.

Bei Kinder ist das soziale Umfeld von großer Bedeutung. Man kann mit ASS Medizin studieren, aber auch als Sonderschüler enden. Ich kenne sogar einen Professor für theoretische Quantenphysik, der wegen seiner enormen Qualifikatikon noch in der Pension rund um den Globus eingeladen wird. Ein so genannter "Asperger" mit einer Inselbegabung in höchster, abstrakter Mathematik. Aber ein ganz normales, einfaches Gespräch führen, das kann er nur mit größter Mühe.

All das - die andere Persönlichkeitsstruktur - kann einem Betroffenen aber auch Angst machen, sodass er eine Angststöruing entwickelt, die dann betulich mit Medikamenten behandelt wird, anstatt das ASS zu thematisieren.

Manche sprechen etwas seltsam - wie ein Lehrbuch. Manche haben drollige Eigenheiten - wie Monk im TV.

Es kann einem ein Maurer begegnen, der komplizierteste Schachprobleme diskutiert und löst.

Allerdings kann einem auch jemand begegenen, der Schluss gemacht hat mit den anderen Menschen - allen anderen. Der sich selbst auis der Gesellschaft entfernt hat, alle Regeln ablehnt und damit in größte Schwierigkeiten gerät.

Denn es gibt ihn nicht "den typischen Autisten". Der lässt sich schwer oder gar nicht fassen, definieren, skizzieren. Und es ist ein Irrglaube, dieses Märchen von der völligen sozialen Inkompetenz, das seit Jahrzehnten durch die Bücher geistert und Menschen lebenswichtige Qualitäten abspricht. Es bedarf nur bestimmter Ansätze, diese Fähigkeiten zu erwecken und wachsen zu lassen. Ansätze wie sie die MTG-Therapie zweifellos bietet.

Und noch etwas gibt es nicht: die einzig heilbringende, alles bereinigende, einzige Therapie, wie das mit ABA heute sehr geschäftsorientiert gemacht wird. Wenn man als Pharmamanager selbst an derartige Strategien gearbeitet hat, ist das alles sehr offensichtlich, was da gemacht wird.